Welches Material ist das Beste – ein kleines Material 1×1

Diese Frage ist abhängig von den Anforderungen, welche Sie an das Endprodukt haben. Deshalb ist es wichtig, folgende Fragen zu beantworten:

  • Wofür wird das gedruckte Teil eingesetzt?
  • Soll es nachbearbeitet werden?
  • Wie schwierig darf der Druckprozess sein?

In der Regel wird bei FDM-Druckern für einen Prototyp das Filament PLA verwendet, da es sehr einfach in der Handhabung und kostengünstig ist. Wir haben in unserem Portfolio nur Filamentprodukte und -hersteller, welche wir ausführlich getestet haben und Ihnen die Produkte empfehlen können.

PLA lässt sich sehr einfach verarbeiten und ist in vielen Farben erhältlich. Man benötigt kein Heizbett (Blue Tape ist völlig ausreichend), es entstehen keine giftigen Dämpfe während des Druckes und das Warping tritt nur minimal auf. Leider ist die Nachbearbeitung nicht einfach. Zudem ist die mechanische und thermische Belastbarkeit nicht allzu hoch.

ABS ist aus dem Spritzguss bekannt und belastbarer als PLA. Mit Aceton nachbearbeitete Oberflächen werden sehr glatt. Allerdings lässt sich ABS nicht ganz so einfach verarbeiten. Während des Druckvorgangs entstehen gesundheitsschädliche Styroldämpfe, so dass ABS nur in gut gelüfteten Räumen gedruckt werden sollte.

PET oder Sonderfilamente wie CPE oder XT sind eine gute Wahl, wenn man belastbare Teile ohne die Nachteile von ABS drucken will. Allerdings gibt es hier noch nicht so eine große Auswahl. Bestimmte PET-Filamente sind auch ohne beheizbares Bett druckbar.

Flexible Filamente sind auf Druckern mit Direct Drive Extruder (d.h. der Extruder befindet sich im Druckkopf) leicht zu verarbeiten. Bei Druckern mit Bowden Extruder (d.h. der Extruder befindet sich am Gehäuse des Druckers und das Filament wird mit einem Bowdenschlauch zum Druckkopf geführt) ist der Druck etwas schwieriger. 1-2 Tropfen Nähmaschinenöl im Bowdenschlauch bewirken ein leichteres Vorankommen des Filaments und somit eine leichtere Verarbeitung. Auch die Verwendung alternativer, für flexible Filamente optimierte Feeder ist eine Möglichkeit, soweit dies seitens des Druckerherstellers erlaubt ist. Flexible Filamente sollten generell langsamer als „normale“ Filamente gedruckt werden, empfehlenswert sind max. 20 bis 30 mm/s.